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	<title>From New York to Buenos Aires (?)</title>
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		<title>La Patagonia</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 02:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthrose</dc:creator>
				<category><![CDATA[46 - La Patagonia]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe tagelang auf ein Boot gewartet. Ich wurde solange bei einer Familie in Pichicolo, einem kleinen Dorf an einem Fjord aufgenommen. Ich habe stundenlang auf Autos beim trempen gewartet. Waehrend dem bin ich ein bisschen auf der Caretera Austral gewandert. Ich habe ein Huemul gesehen. Ich habe mein Spanisch ein wenig verbessert. Ich habe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=panamericanroad.wordpress.com&amp;blog=8674452&amp;post=720&amp;subd=panamericanroad&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe tagelang auf ein Boot gewartet. Ich wurde solange bei einer Familie in Pichicolo, einem kleinen Dorf an einem Fjord aufgenommen. Ich habe stundenlang auf Autos beim trempen gewartet. Waehrend dem bin ich ein bisschen auf der Caretera Austral gewandert. Ich habe ein Huemul gesehen. Ich habe mein Spanisch ein wenig verbessert. Ich habe bei langen Busfahrten, in die vorbeiziehenden Landschaften gestarrt, versuchend nicht einzunicken. Mir wurde mitten in der Nacht mein Rucksack gestohlen als ich in La Junta in einem Zelt geschalfen habe. Die Polizei hat Raeuber und Beute noch in der selben Nacht in einem naheliegenden Gebuesch gefunden. Ich habe mich mit einem um die Welt wandernden unterhalten. Ich habe mein Gepaeck in einer verlassenen Huette versteckt um erleichtert zu einem haengenden Gletscher zu wandern. Ich habe Suppe oder gar nichts gegessen um Geld zu sparen. Ich habe Zeit zum Nachdenken gehabt.  Ich habe in Chaiten die Folgen und Zertstoerung eines Vulkanausbruchs gesehen. Haeuser die zur Haelfte in Asche versunken sind. Ich habe immer wieder mal an einem Ort ein ausgelesenes Buch oder ueberfluessiges Kleidungsstueck liegen lassen, um meinen Rucksack zu erleichtern. Ich habe abends Wein getrunken. Ich habe bis in zum fruehen Abend geschlafen. Ich habe einen meiner besten Sonnenuntergaenge auf dem Lago General Carrera erlebt und ettliche Photos verschossen. Ich habe mich an das patagonische Zeitempfinden gewoehnen muessen. Mit Hilfe eines guten Buches ging das aber sehr schnell. Ich habe regnerische Tage Mate trinkend im Haus verbracht. Ich habe mich gelangweilt. Ich habe kleinen Kindern fragen ueber Deutschland und meine komische Sprache beantwortet. Ich habe Kondore solange beobachtet, bis sie nicht mehr zu sehen waren. Ich wollte mit Martin, einem Kalifornier in mehreren Tagen zum Gletscher O&#8217;Higgins wandern, musste aber auf halbem Weg umdrehen, weil es anfing zu schneien, wir den Pfad nicht mehr sehen konnten und wir auch keine Karte mit uns hatten. Wir haben ein grosses Feuer gemacht um uns zu trocknen. Dabei habe ich meine Wanderschuhe angebrannt. Ich habe im Schnee gezeltet. Ich bin beim Flussueberqueren ins Wasser gefallen. Ich habe genossen, getraeumt und gehadert. Meine Schultern haben unter der Last meines Rucksacks gelitten. Ich habe immer wieder gedacht: das ist einer der schoensten Orte an denen ich je war. Ich habe am Nordufer der Laguna del Desierto ein Nickerchen mit Blick auf den Fitz Roy gemacht. Ich habe, in Argentinien angekommen, mit dem von einem unglaublich netten Herrn zugestecktes Geld, mir das beste Fleisch gegoennt. Ich habe dem donnernden Knacken eines Gletschers gelauscht. Ich bin im Parque Nacional Torres del Paine gewandert. Ich habe den leckersten Apfel meines Lebens gegessen. Ich bin in Punta Arenas am suedlichsten Punkt meiner Reise gewesen.</p>
<p>Und noch unzaehliges mehr&#8230; !!!</p>
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		<title>La Araucania y la Region De Los Lagos</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 04:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthrose</dc:creator>
				<category><![CDATA[45 - La Araucania y la region de los Lagos]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Fusse der Cordillera de los Andes liegt, wie so viele andere geschuetze Gebiete auch der Parque Nacionl Radal Siete Tazas. Dessen Herzstueck ist ein Fluss der sich im Basaltgestein in sieben Becken sammelt um schliesslich von seinem hoechsten, ca. 50 m hohen Wasserfall zu stuertzen. Abseits des Flusses und der Baeche stand der Wald [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=panamericanroad.wordpress.com&amp;blog=8674452&amp;post=702&amp;subd=panamericanroad&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">Am Fusse der Cordillera de los Andes liegt, wie so viele andere geschuetze Gebiete auch der Parque Nacionl Radal Siete Tazas. Dessen Herzstueck ist ein Fluss der sich im Basaltgestein in sieben Becken sammelt um schliesslich von seinem hoechsten, ca. 50 m hohen Wasserfall zu stuertzen. Abseits des Flusses und der Baeche stand der Wald grossteils noch grau und kahl gegen den kuehlen blauen Himmel, doch wenn man genauer hinschaute, sah man eine Fuelle von Knospen die kurz vor dem Aufplatzen waren. Um die umliegenden schneeflankierten Felswaende hatte ich das Glueck Kondore kreisen zu sehen. Durch all diese langersehnte waldige und schoene Natur war ich unheimlich froh endlich den Sueden Chiles erreicht zu haben.</p>
<p>Nachdem ich schon Santiago links liegen gelassen hatte, liess ich nun Concepcion auf der rechten Seite. Und fuhr stracks zum Larque Nacional Laguna del Laja. Dieser See liegt am Fusse eine knapp 300m hohen Vulkans. (Nach kurzer Recherche habe ich verschiedene Angaben ueber die Anzahl der Vulkane  (aktiv und inaktiv) in Chile gefunden, sie variieren zwischen 500 und 3000, ich habe also keine Ahungn wie viele es sind und beides erscheint mir zu viel, aber es sind viele!!!;-) Leider kam ich zu frueh im Jahr und wegen Schnee waren sowohl Strasse als auch Wanderwege gesperrt. Zusaetzlich hing auch noch alles in den Wolken, sodass ich den Vulkan nicht zu Gesicht bekam. Aber auch dort nisteten wieder Kondore in einer Felswand. Das leuchtende Blau der baeche und saftige Gruen des Mooses zum einen und zum anderen das Fehlen von Farben am Fusse des Vulkans, mit dem pechschwarzen Lavagestein, dem weissen Schnee und dem grauen See und schattierten Wolken waren dennoch unheimlich attraktiv.</p>
<p>Auf dem Weg zurueck zur Panamericana wurde ich nach laengerem mal wieder von der Polizei bei einer Routinekontrolle angehalten. Auf Aufforderung haendigte ich meinen Reisepass aus, ohne an die 40 US-Dollar zu denken, die noch darin waren. Der unbestechliche chilenische Carabinero klappte also meinen Pass auf, sah die zwei Scheine und verdaechtigte mich sofort des Bestechungsversuchs. Alles erklaeren und beteuern, dass ich doch nichts zu verbergen habe, half nichts. Erst als der Kollege hinzukam, und mir glaubte, sorgte dieser dafuer, dass ich einfach weiterfahren konnte. Das durfte ich ohne weiter kontrolliert zu werden, worueber ich erleichtert aufatmete, denn ich hatte nach wie vor die Pflichtversicherung nicht abgeschlossen!!! ;-)</p>
<p>Als ich an einem steilen Hang auf der matschigen Strasse zum Parque Nacional Nahuelbuta mit durchdrehenden Reifen nicht mehr weiter kam und beim Bremsen nicht stehen blieb, sondern rueckwaerts runter rutschte, daher also umdrehen musste, machte ich mir ernsthafte Sorgen noch zu enfernt vom Sommer zu sein um in ettliche Regionen des Suedens zu kommen. Das sollte sich aber spaeter zum Glueck als unberguendete Befuerchtung feststellen.</p>
<p>Inzwischen war mir die Situation mit den Flaggen auch deutlicher geworden. Zunaechst dachte ich auch, dass laege an der Sache mit den &#8222;33 Mineros&#8220;; die nicht nur hier, sondern scheinbar sogar in Deutschland von den Medien zu einem absurden hochgepuschten Siegeszug des Praesindenten und Staates Chiles  gemacht wurde. Sicherlich hat diese Geschichte die ganze Sache verschaerft. Aber auch wenn es mir immer noch nicht ganz glaubwuerdig vorkommt, wurde mir doch mehrmals bestaetigt, dass es gesetzliche Pflicht ist am Nationalfeiertag Flagge an seinem Haus zu zeigen! Und dieses Gebot wurde von vielen eifrig auf den ganzen September ausgedeht! Inzwischen hat sich das Strassenbild jedoch geaendert.</p>
<p style="text-align:left;">Ein weiteres Stueck weiter suedlich liegt der Lago Villarrica am Fusse des gleichnamigen Vulkans. Doch diese Panorama ist ganz besonders. Die perfekt kegelfoermigen, schneebedeckten 2800-nochwas Meter thronen imposant ueber der Seenlandschaft. Besonders schoen ist der Blick von dem Ort Villarrica aus. Auf der anderen Seite des Sees und damit naeher am Vulkan, liegt Pucon, nicht umsonst einer der touristischsten Orte Chiles. Architektonisch wirkt dieser Ort wie ein schweizer Skiort. Nach einem Bad in einer nahe gelegenen Therme, parkte ich mein Zuhause im Garten eines ausgesprochen gemuetlichen Hostels und blieb letztendlich ueber eine Woche dort haengen. Ich ging wandern im P. N. Huerquehue, wo mich mein Weg zu idyllischen, gefrorenen und zugeschneiten Seen fuehrte, um die herum Araukarien wachsen, welche das Symbol der Region ist und eine besonders prachtvolle Art immergruenen Baumes.</p>
<p style="text-align:left;">Verrueckter Weise, traf ich in diesem Hostel Bryan, den besten Freund von John, den Hannah und ich in Kanada kennen gelernt hatten und bei dem wir ein paar Tage gewohnt hatten! Mit ihm und anderen Leuten aus dem Hostel erklomm ich ein bisschen den Hang des Vulkans, um aus der noch sehr dicken Schneedecke eine Rampe zum Snowboardspringen zu bauen. Kurz bevor wir fertig geschaufelt hatten, zog jedoch ein dichter Nebel auf und ausser fuer ein paar zaghafte Spruenge (der Anderen ;-) war alle Muehe um sonst gewesen.</p>
<p style="text-align:left;">Bei dem aufkommenden Regen sass ich mit Wein und im Falle eines erleidenden  Katers mit Tee  begleitet von einem Buch vor dem Kamin!</p>
<p style="text-align:left;">Nachdem es mir zunaechst zu teuer gewesen war und ich bereits weiterfahren wollte, entschied ich mich dann doch noch den Vulkan zu besteigen. Morgens um 7 Uhr sollte es losgehen. Aber leider hat der noch Tags zuvor gekaufte Wecker nicht geklingelt! So wachte ich erst um 8 Uhr auf. Das war zwar schade um die Aussicht die ich nach dem Aufstieg gehabt haette, doch das Geld bekam ich zurueck und es war mir ein guter Moment wieder aufzubrechen!</p>
<p style="text-align:left;">Mal wieder war es eine wunderschoene Strecke, vorbei an weiteren Vulkanen und Araukarien hin zur argentinischen Grenze. Kaum dass ich ein bisschen in dem neuesten Land meiner Reise gefahren war und die Gebirgsgipfel hinter mir liess, wurde die Landschaft karg und baumlos, das waren die Auslaeufer der patagonischen Steppe. San Martin de los Andes liegt jedoch wieder zwischen bewaldeten Huegeln und langgezogenen Sees. Die weitere Fahrt nach Barlioche ist ebenfalls atemberaubend schoen. An einem der vielen Seen an dem ich hielt, reizte mich die angenhme Waerme im Windschatten und das klare Wasser des Sees ein Sekundenbad im eiskalten Wasser zu nehmen!</p>
<p style="text-align:left;">Per Forum und E-mail hatten mich zwei Schweizer kontaktiert, und mit denen sollte ich mich nun in Bariloche treffen, weil sie meinen Bus kaufen wollten! Fuer 2000€ hatte ich ihn im Internet angboten und ohne Verhandlungsversuche kamen sie also von Buenos Aires hergeflogen. Wegen der nicht zuverlaessig funktionierenden Heizung und Kuehlschrank einigten wir uns aber schliesslich auf 1800€. Schon bald war das Geld ueberwiesen und der Kaufvertrag unterschrieben. Ich konnte kaum glauben, dass ich so ploetzlich und problemlos den Bus fuer diesen Preis verkauft hatte. Wir mussten also nur noch zum Zoll um den Bus aus meinem Namen auszustempeln und auf ihren einzutragen. Doch da stellte sich die nette Dame vom Zoll ploetzlich quer und meinte, dies ginge nicht. Und dass ich  mit meinen Papieren gar nicht erst haette einreisen duerfen, denn der Besitzer muesse im Fahrzeugschein stehen und notariell beglaubigte Vertraege seinen nicht gueltig. Das widersprach sowohl meiner Logik als auch den Erfahrungsberichten die ich in Internetforen gelesen hatte! Doch die pflichtbeflissene Beamtin liess nicht mit sich reden. Nun haetten wir also zur Grenze fahren koennen, wo ich einfach ausgereist und die neuen Besitzer in  Chile samt Bus eingereist waeren. Durch diese Situation jedoch und wegen der tatsaechlich etwas umstaendlichen Besitzdokumentation (Fahrzeugschein plus zwei Kaufvertraege) und wegen des dadurch erschwerten Weiterverkaufs, waren die ja eigentlich schon rechtlichen Neubesitzer meines VW-Buses verunsichert und wollten nach kurzer Ueberlegung alles abblasen und rueckgaengig machen! Da ich wegen dem Zoll nun mal noch mit in dieser Sache hing, und auch Verstaendnis fuer deren Lage hatte, behielt ich die Schluessel also vorerst.</p>
<p style="text-align:left;">Zum Glueck hatte ich da noch Thomas, (22 Jahre,  aus Frankfurt) an der Angel, den ich in Pichilemu getroffen hatte. Er hatte mir erst nachdem ich Pichilemu verlassen hatte geschrieben, er wuerde den Bus fuer 1000€ kaufen. Das behielt ich also als Notloesung im Hinterkopf, denn dieser Betrag lag unter meinem Minimum (1400,€ ca. der Preis von Hannah und meinem Rueckflug). Nun hatte ich mich aber schon darauf eingestellt den Bus abgegeben zu haben und wollte ihn also auch wirklich loswerden. So einigten wir uns schliesslich auf 1300€! Zwei Tage spaeter kam er direkt aus Pichilemu angereist. Wir gingen wegen dem Kaufvertrag mal wieder zum Notar und dann glaich ab zur Grenze. Bei der Ausreise aus Argentinien zeigte sich die Zollbeamtin zwar von meinen Dokumenten wieder etwas iritiert, doch die Einreise nach Chile fuer Thomas mit seinem neuen Bus war vollkommen problemlos!!! Pichilemu hatte sich also doch als wertvoller Tip erwiesen.</p>
<p style="text-align:left;">Bis zur Grenze war ich noch gefahren und als wir wechselten, war mein treuer Bus  seit dem Hafen in Newark ganze 66581 km gefahren! (Hannah hat davon uebrigens 59895 km miterlebt!). In Puerto Varas, wo ich den Bus zum letzten Mal gesehen habe, waren es dann 66787 km !!!</p>
<p style="text-align:left;">Nach diesem Moment der Uebergabe, einer tief durchgezogenen Zigarette und der wie erwartet problemlosen Fahrt bis Puerto Varas, merkte ich, wie sehr es mich erleichterte nicht mehr die Verantwortung ueber den Bus zu haben und den Stress und die Unsicherheit des Verkaufs hinter mir zu haben, um &#8222;vollkommen verantwortungslos&#8220; meinem Abflug entgegen zu reisen.</p>
<p style="text-align:left;">Puerto Varas ist ein Zentrum deutscher Auswanderer, deren es in Suedchile so viele gibt. Neben der grossen chilenischen Flagge auf dem Platz im Zentrum, wehte sogar eine kleinere deutsche! An der Hauswand des Club Aleman liesst man von starken und weitsichtigen Deutschen und deren stolzen Nachkommen. Auch wenn dieser Verein schon in den 1880ern gegruendet worden ist, denkt man doch gleich an die deutsche Einwandereungswelle die diese Region in den 1940ern erlebt hat!</p>
<p style="text-align:left;">Ansonsten liegt auch Puerto Varas an einem grossen See mit gleich zwei Vulkanen als Postkartenmotiv. Ich blieb nur eine Nacht dort, um dann mit meinem noch viel zu schweren Rucksack in einen neuen Teil meiner Reise aufzubrechen!</p>
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		<title>Im kahlen Norden von Chile</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 22:53:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthrose</dc:creator>
				<category><![CDATA[44 - Im kahlen Norden von Chile]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Grenze war so streng wie noch keine zuvor. Mein Bus wurde mit einem Hund durchsucht, und auch die Zoellner haben genau hingeschaut. Diese unerwartete Strenge machte mir zunaechst erhebliche Sorgen, denn ich hatte nur eine Kopie des Fahrzeugscheins dabei und keine unterschriebene Kopie von Hannahs Reisepass, die ich ofiziell haben musste. Doch als es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=panamericanroad.wordpress.com&amp;blog=8674452&amp;post=685&amp;subd=panamericanroad&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grenze war so streng wie noch keine zuvor. Mein Bus wurde mit einem Hund durchsucht, und auch die Zoellner haben genau hingeschaut. Diese unerwartete Strenge machte mir zunaechst erhebliche Sorgen, denn ich hatte nur eine Kopie des Fahrzeugscheins dabei und keine unterschriebene Kopie von Hannahs Reisepass, die ich ofiziell haben musste. Doch als es dann um die Einfuhrpapiere des Buses ging, sollte ich einfach nur die Fahrzeugdaten in ein Formular fuellen, welches dann, ganz ohne Nachweis von irgendwelchen Besitzurkunden abgestempelt und mir ausgehaendigt wurde! Da habe ich, glaube ich, wirklich Glueck gehabt. Denn waere es zu Problemen gekommen, waere ich wahrscheinlich zwischen zwischen den Grenzen festgesteckt gewesen, denn ich und der Bus waren ja schon aus Bolivien ausgestempelt, und die haetten mich womoeglich auch nicht mehr hineingelassen. Und das bei einem Grenzuebergang, der mitten im Nirgendwo ueber 4000m unter malerischen Vulkanen liegt. Wenigstens haette ich mich in diesem Fall mit all den Stunden und Naechte wartenden LKW-Fahrern anfreunden koennen.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0473.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-691" title="Wartende LKWs am Grenzuebergang Chungará" src="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0473.jpg?w=502&#038;h=335" alt="" width="502" height="335" /></a></p>
<p>So rollte ich also schon bald all die Hoehenmeter hinunter, worbei an einem Polizeiposten, wo sich lediglich en Lama fuer mich interessierte und an immer vegetationsloseren Wuestenlandschaften von unheimlichen Dimensionen bis nach Arica, zurueck zum Pazifik. Das faszinierenste fuer mich an dieser Stadt waren die riesigen Supermaerkte, die Baumaerkte und die ganze Stadtplanung wieder auf das Auto ausgelegt zu sehen. Im Gegensatz zu Bolivien waren sehr viele Privatautos uauf den Strassen. Sprich Autos, die der persoenlichen Mobilitaet dienen und nicht einem beruflichen Zweck wie Taxis, Transporter oder Colectivos.</p>
<p>Nach ausfuehlichem Aufraete auffuellen fuhr ich mal wieder auf der Panamericana nach Sueden. Noch war mir nicht bewusst wie lange ich noch in dieser Wueste sein sollte. Gleich an der Kueste erhebt sich das Land recht schnell auf ueber 1000m und erstreckt sich dann in einer Ebene. Sodass der fast durchgehend (zumindest waehrend meiner Aufenthaltszeit im Norden Chiles) ueber der Kueste haengende Nebel nicht bis zu dieser Ebene kommt, die sich mehr oder weniger bis an den Fuss der Anden zieht. Auf eben dieser Ebene verlaeuft die Panamericana und nur hin und wieder gibt es tiefe Einschnitte, dessen Talsohle wohltuend ein bisschen gruen ist. Ansonsten geht diese totale Einoede soweit das Auge reicht. Hin und wieder ueberholte ich Fahrradreisende und fragte mich, ob die wohl auch nicht so recht wussten wo sie langfahren wuerden, denn eher selten konnte ich die Umgebung als schoen bezeichnen. In der Regel empfand ich sie als Trostlos und aufs Gemuet drueckend.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0552.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-692" title="Iquique" src="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0552.jpg?w=502&#038;h=335" alt="" width="502" height="335" /></a></p>
<p>Nicht richtig ueberzeugt von meiner Entscheidung bog ich nach Iquique ab. Denn viel gutes hatte ich von dieser Stadt nicht gehoert oder gelesen. Aber als ich dann den letzten Berg hinunterfuhr, hat die Sicht auf die Lage der Stadt vorerst alles wieder gut gemacht. Mit einer groessen Duene die halb in die Stadt ragt und eingekesselt von Bergen liegt Iquique von ober gesehen wirklich spektakulaer! Im Zentrum gibt es zwei, drei sehr huebsche Strassen, ansonsten hatte es fuer mich nicht viel zu bieten. Vorallem weil sich auch hier der Nebel wie eine kalte Ungemuetlichkeit sonnenraubend ueber die Stadt legt. Nachdem ich nach langem Suchen keinen guten Schlafplatz gefunden hatte, habe ich schliesslich in einem dreckigen Hinterhofparkplatz uebernachtet. Dementsprechend deprimiert fuehlte ich mich dort auch. Wenigstens konnte ich mich dazu ueberwinden das erste Mal alleine im Bus zu kochen:-) Als ich am naechsten Tag, nachdem ich mal wieder den Auspuff habe schweissen lassen muessen, auf dem Weg zur wohl beruehmten Dutyfree-Zone war, blinkte das Kuehlerlaempchen auf. Scheisse, das war wirklich das Letzte was ich gebrauchen konnte! Ich konnte zwar am Temperaturlimit sehr lange umherirrend fahren; aber um die Stadt zu verlassen musste ich ersteinmal ganz schoen lange den Berg hoch fahren. Ich musste mich also mit dem Problem beschaeftigen. Die Kueste wollte ich nicht entlangfahren, weil ich aus diesem Nebel hinauswollte. Waehrend ich also den ganzen Tag damit verbrachte bei Mechanikern herumzustehen und zu warten und ihnen mein Problem darzustellen, war ich mal wieder erstaunt, wie verdammt wenig Ahnung manche von ihrem Job haben. Ich wollte den Bus am liebsten auf der Stelle loswerden und nichts mehr damit zu tun haben. An der Grenze hatte man mir gesagt, dass die einzige Moeglichkeit den Bus in Chile loszuwerden in eben dieser zollfreien Zone sei. Dort bin ich also hin, doch niemand war daran interessiert! Das gab ich also auf, denn das Spanisch des  Zoellners vor Ort konnte ich ueberhaupt nicht verstehen. Es hoerte sich wie eine neue Fremdsprache fuer mich an. Und er hatte auch scheinbar keine Lust fuer mich etwas deutlicher zu sprechen. Nachdem mir letzendlich auch kein Mechaniker helfen konnte und es schon dunkel geworden war, bin ich nochmal ein bisschen umhergefahren, und siehe da: die Temperatur sank!!! Warum auch immer. Es ist mir bis heute noch ein Raetsel was da los war, vielleicht hat nur die Anzeige rumgesponnen, oder das Schweissen hatte den Moter exrem erhitzt?! Ich bin also gleich darauf den Berg hoch und habe erstmal einige Kilometer zwischen mich und diese Stadt gebtracht, die ich damit zwar bestimmt verkenne, doch fuer mich war sie zum Inbegriff von Trostlosigkeit geworden, denn Trost konnte ich dort keinen mehr finden.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_00681.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-693" title="Vulkan Licancabur" src="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_00681.jpg?w=502&#038;h=335" alt="" width="502" height="335" /></a></p>
<p>Mein naechstes Ziel war San Pedro de Atacama, wo ich, we es der Zeitplan so wollte ein letztes Mal Brice treffen wuerde. Auf dem Weg dorthin, konnte man auch bei naeherem Hinschauen wirklich nicht einmal einen doerren Halm sehen. Insofern aenderte sich unterwegs landschaftlich nicht vieles. Die naechsten paar Tage im sehr touristischen San Pedro de Atacama und Umgebung munterten mich wieder sehr auf, mit inzwischen schon altbekannter Gesellschaft und wirklich unglaublich wunderschoenen Landschaften. In Valle de la Muerte und Valle de la Luna gibt es Felsformationen, die sehen aus als floege man ueber riesige Gebirgszuege, haette man keinen Anhaltspunkt fuer die wirkliche Dimension. Und der Vilkan Licancabur ragt immer praechtig im Hintergrund auf. Z.B. die Quebrada del Diabolo ist ein Labyinth aus steilwaendigen in Lehm gefressene, trockene Bachbetten. Auf dem Weg zu den, ich finde maessig beeindruckenden Gysiren von El Tatio, kommt man an sehr imposanten und kahlen Berglandschaften vorbei. Immer wieder grasen dort Vicuñas (sozusagen verwandte der Lamas) nicht vorhandenes Gras, wenn sie sich nicht bei einer malerischen Lagune aufhalten. Und dann gibt es dort noch den Salar de Atacama, dieser ausgetrocknete Salzsee ist nicht so beeindruckend wie der bei Uyuni, denn hier ist das Salz nur stellenweise rein genug um weiss zu sein. Dafuer konnte ich aber bei der Laguna de Chaxa, die im Salar liegt, das erste Mal die, in der weiteren Umgebung eigentlich oefters anzutreffenden Flamingos sehen. Sehr majestaetische Tiere.</p>
<p>Auf meinem weiteren Weg, nun wieder alleine, fuhr ich mitten durch die Atacamawueste. Ofiziell ist das die trockenste Gegend der Erde, wo es bis zu mehreren Jahren am Stueck, solange la Niña herrscht, sprich der Humboldstrom wie gewoehnlich fliesst, nicht regnet! Irgendwo dort habe ich auch den suedlichen Wendekreis ueberquert! Ich war sehr froh ueber den guten Zustand der nicht-asphaltierten Strasse, die sich ueber mehrere hundert Kilometer durchs Nichts zieht bis sie wieder auf die Panamericana stoesst. Nichts als LKWs und Firmen-Pick-Ups sind die Verkehrteilnehmer, denn hier haeufen sich die (vorallem Kupfer-) Minen. Ab und zu sah ich uebertrieben riesige Lastentraeger, von denen alleine schon ein Reifen wesentlich groesser ist als mein Bus! Wieder auf der Panamericana gab es riesige Industrieanlagen, die teilweise so aussehen, wie ich mir sowjetische Schwerindustrie vorstelle.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0735.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-694" title="Hafen von Caldera" src="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0735.jpg?w=502&#038;h=335" alt="" width="502" height="335" /></a></p>
<p>Zurueck an der Kueste wurde ich mal wieder vom Wetter enttaeuscht. Kleineren Kuestenorten wie Paposo, Taltal, Chañaral oder Caldera markt man anhand der dort herrschenden Athmosphaere irgendwie an, dass ausser der Fischerei, der Seetangindustrie und der Minenarbeit dort nicht viel passiert. In Caldera fragte ich ein paar Fischer ob ich mal mit ihnen rasufahren koennte um deren Arbeitsalltag mitzuerleben. Doch seien im Augenblick keine Fische da und niemand fahre raus, so die Antwort. So schaute ich also den Fischern ein bisschen dabei zu, wie sie einfach nur so im Hafen herumhingen, ihre Boote neu strichen oder die Netze richteten, oder ich beobachtete wie eine Seerobbe zwei Tauchern im Hafenbecken neugierig zuschaute. Ganz in der Naehe von Caldera habe ich sogar einen huebschen Strand zum uebernachten gefunden, doch das Wetter daempfte mal wieder die Stimmung.</p>
<p>In dieser Gegend und um Copiapo, etwas weiter im Landesinneren, faengt endlich wieder etwas zu wachsen an. Die Kakteen vermehren sich und  es gibt sogar Olivenbaumplantagen und Weinreben. Weiter im Sueden, etwa bei La Serena, ca. 1500 km von der noerdlichen Grenze Chiles, konnte ich dann endlich wirklich behaupten der Wueste entflohen zu sein. Auch wenn Baeume noch eher eine Seltenheit waren. La Serena ist eine ueberaus ordentliche und aufgeraeumte Stadt mit einer riesigen Shoppingmall. Immer wieder fuehlte ich mich an die USA erinnert, nur dass ueberall die chilenische Flagge zu sehen ist. Es gibt hier diese Neubausiedlungen, wo jedes Haus gleich aussieht und von jedem Balkon die Flagge im gleichen Winkel haengt. Erst jetzt hoerte ich, dass am 18. September 200-jaehriges Jubilaeum von Chile gefeiert werden wuerde. Ein riesen Ereignis wie sich mir spaeter darstellte. Nur weiss ich immernoch nicht, ob all die Flaggen, die man auch an Autos sieht, nur zu diesem Anlass wehen?! Denn sie sind noch immer ueberall zu sehen.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0814.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-695" title="Der Mond" src="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0814.jpg?w=502&#038;h=335" alt="" width="502" height="335" /></a></p>
<p>Wie auch schon weiter im Norden, gibt es auch hier viele internationale Sternwarten, von denen die meisten aber leider nicht fuer die Oeffentlichkeit zugaenglich sind. Doch bei Vicuña, in der Naehe von La Serena, kann man das Observatorio Mamalluca besichtigen. Dort bin ich also hin. Enttaeuschenderweise ist dieses Observatorium allein fuer Touristen erbaut und dessen Teleskop gehoert nicht gerade zu den Groessten. Trotzdem konnte ich ein gutes Photo vom Mond machen, vier Monde des Saturns sehen und lernen wie ich vom &#8222;Kreuz des Suedens&#8220; den Sueden finden kann!</p>
<p>In Valle El Encanto, einem Tal mit Petroglyphen, von denen ich allerdings nicht viel geshen habe, habe ich mal wieder so richtig ein Camping-im-Gruenen-feeeling gehabt.  Im Parque National Fray Jorge, ein spaerlicher Nebelwald direkt an der sonst noch recht kargen Kueste, war wohl das beeindruckenste die Sicht: auf der einen Seite der kalte Pazifik und auf der anderen in der Ferne die weisse Gipfelreihe der Anden.</p>
<p>In Pichidangui, einem Ferienwohnungenort fuer die Leute aus Santiago, war ich am Schlafplatz am Strand suchend, als ich eine Gruppe von Jugendlichen aus eben Santiago getroffen habe, mit denen ich die naechsten zwei Naechte als vorlauf zum 18. durchgefeiert habe. Diese Unterhaltung konnte ich kam mir sehr gelegen und ich hatte auch eine spassige Zeit von Party zu Party mit denen. Aber in dieser Gesellschaft ist mir mal wieder aufgefallen, wie schlecht ich viele Chilenen verstehe. Da sie in meinen Ohren schnell und nuschelig sprechen. Das war mir schon oefters aufgefallen, doch hier, wenn die nicht direkt mit mir gesprochen haben, hatte ich sehr grosse Muehe den Gespraechen zu folgen. Hinzu kommt natuerlich auch, dass das betrunkene Jugendliche waren, denen man generell bestimmt keine besonders klare Sprachbetonung nachsagen kann. Manchmal bin ich aber auch ueberrascht wie ich mit manchen Menschen durchaus vielfaeltige Unterhaltungen fuehren kann. Doch dort hab ich mal wieder deutlich geehen viel doch noch bei meinen Spanischkenntnissen fehlt.  Zum 18. selbst sind die woanders hingefahren und ich konnte ein Nacht mal wieder schlafen.</p>
<p>Aehnlich wie in Pichidangui, schien auch in Papudo ueber die Feiertage ganz Santiago anzureisen. Das war ein perfekter Ort zum people-watching der Massen am Strad. Ein bisschen weiter die Kueste liegt Zapaller. Seit Beverly Hills die reichste und protzigste Wohngegend die ich gesehen habe. Nach dem noch nicht so lange zurueckliegenden Bolivien solche Villen, teuren deutschen Autos und trendbewusst gekleidete Jogger zu sehen, fuehlte sich sehr unecht, aufgeblasen und falsch an, es war aber auch faszinierend.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0996.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-696" title="Flugschau in Viña del Mar" src="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_0996.jpg?w=502&#038;h=335" alt="" width="502" height="335" /></a></p>
<p>Immer naeher kam ich nun Viña del Mar. Einer Stadt die von palmengesaeumten Strandpromenaden und breiten Strassen gepraegt ist, mich aber nicht sonderlich inspiriert hat. Als ich gerade die Hauptstrasse am Ufer entlangfuhr, staute sich der Verkehr bis zum Stillstand und ueberall standen Menschenmassen die alle in die gleiche Richtung schauten. Erst als ploetzlich am Himmel zwei Flugzeuge fast zusammenstiessen, realisierte ich, dass dort gerade eine Flugschau stattfand. Nach einigen echt spektakulaeren Manoevern fingen dann aber die verschiedensten Militaerflugzeuge im Halbkreis ueber die Bucht zu paradieren. Daher kam es mir nicht ganz ungelegen, dass die pflichtbewusste Polizei kam um den kuenstlichen Stau aufzuloesen.</p>
<p>Die ineinander uebergehende Nachbarstadt Valparaiso begeisterte mich hingegen schon viel mehr. Dessen typische Seite die steilen Huegel mit verwinkelten Strassen und bunten Haeusern ist. Dort konnte ich stundenlang herumlaufen und immer wieder dachte ich mir, wenn man hier in der richtigen Gegend eine Wohnung finden wuerde, waere das eine meiner Top-Wohngegenden ueberhaupt. Mit einfach sehr vielen bunten Graffitis, den bunten Hauesern und Treppenstufen, Mosaiken an Laternenpfosten und dem Blick auf die umliegenden Huegel, die etwas heruntergekommene Hafengegend und die gesamte stark besiedelte Bucht, hatte ich mit Valparaiso endlich eine wirklich schoene Stadt in Chile gefunden. Nachdem ich das zweite Mal in meinem Leben beim Friseur war und somit wieder gesellschaftsfaehig war, ging es fuer mich weiter nach Pichilemu.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_1081.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-697" title="Valpo" src="http://panamericanroad.files.wordpress.com/2010/09/dsc_1081.jpg?w=502&#038;h=335" alt="" width="502" height="335" /></a></p>
<p>Ich hatte mich entschieden nicht nach Santiago zu gehen. Sicherlich habe ich damit etwas verpasst, aber viele Leute haben mir gesagt, das es auch kein Muss ist die Hauptstadt zu sehen. Und vorallem wollte ich nicht alleine in den Millionenstadtverkehr fahren. Fuer Pichilemu also hatte ich den Tip bekommen, dass dies der absolute Surfort Chiles sei und ich dort bestimmt meinen Bus verkaufen koennte. Doch ausser einem Deutschen und einem Russen, mit denen ich zwar zwei sehr coole Tage verbrachte, habe ich sonst keine auslaendischen Tourissten gefunden. Das ist naemlich meine einzig moegliche Zielgruppe um den Bus loszuwerden. Und da ich nun mal kein Surfer bin gab es fuer mich dort rein gar nichts zu tun, und daher bin ich auch schon wieder weiter in den Sueden</p>
<p>Wald gab es inzwischen schon recht haeufig, aber alle wachsen in Reih und Glied. Zumindest in Kuestennaehe gibt es also nur recht massive Aufforstung, hauptsaechlich fuer die Papierindustrie. Mit meinem weiteren Weg in den Sueden betrat ich endgueltig die gruenen Gegenden Chiles, mit Seen und Urwaeldern. Doch das kommt im naechsten Bericht.</p>
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